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Markus Bock befreit Projekt im Rofan-Gebirge
Nach nur zweitägiger Vorarbeit gelang dem fränkischen Kletterer Markus Bock die Erstbegehung einer Sportkletter-Route im Klobenjoch. Außerdem beglich er eine alte Rechnung.
Um der fränkischen Hitze zu entfliehen, hat sich Markus Bock Anfang Juli Richtung Berge bewegt. Im Zillertal besuchte er seinen Freund Gerhard Hörhager. Dieser hatte Markus bereits von seiner Erstbehehung Inshaalla (8b+) Bilder gezeigt und erzählt. Die 2007 von Gerhard begangene Route gehört zu den Toplinien in dieser Schwierigkeit.
Der kompakte Kalk des Klobenjoch im österreichischen Rofan bietet vor allem alpine Sportklettereien - neuerdings kommen immer mehr Sportkletterrouten in den oberen Graden hinzu. Bevor die beiden Topkletterer sich ins Rofan begaben, widmete sich Markus Bock allerdings dem Zillertal - Heimgebiet von Gerhard und Sportkletter-Eldorado erster Güte.
Im Zillertal sind in den letzten Jahren einige neue Gebiete entstanden. Doch man schien zu ersticken in feuchtwarmer Luft, die es unmöglich machte, schwer zu klettern. Einzig mit Total Brutal (8b+) gelang es Markus eine zehn Jahre alte, noch offene Rechnung zu begleichen.
Mit Ceüse vergleichbar
Markus erzählt: "Gerhard brachte wieder und wieder dass Rofan ins Gespräch und so entschloss ich mich zu einem Ortswechsel. Und: Gerhard hatte nicht übertrieben! Er überließ mir eine wunderschöne Linie, die er 2007 eingerichtet hatte. Ein Projekt, das vielen der Top-Linien in Ceüse nicht im Geringsten nachsteht, weder an Felsqualität noch Linie."
Um sich mit dem Gebiet etwas vertraut zu machen, kletterte Markus (nach eintägiger Vorarbeit) Inshaalla (8b+) und holte sich damit die erste Wiederholung.
Projekt geerbt
Danach widmete Markus seine volle Konzentration dem "geerbten" Projekt von Gerhard. Die Linie teilt sich den Einstieg mit einem Projekt von Gerhard und zweigt nach einigen Metern ab.
"Die ersten drei Meter sind leicht, dann folgt ein 4-Zug-Boulder im Bereich 7c+ (Bloc). Dann zweigen sich die Projekte. Ohne jeglichen Ruhepunkt müssen direkt im Anschluss ca. 20 sehr athletische Züge im Routengrad 8b+ geklettert werden. Am Ende kommen nochmals drei schwere Züge an teils flachen Löchern mit schlechten Tritten.
Die Route kann man recht gut mit der ersten Länge der Biographie (8c+) in Ceüse vergleichen. Sowohl was Felsqualität und Linie betrifft als auch die Schwierigkeit". Einen Namen hat Markus noch nicht ausgegeben, aber den nächste Trip ins Rofan hat er schon geplant.
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