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Interview mit Natalija Gros zu "Histerija" (8c+)
Die Slowenin Natalija Gros hat in Misja Pec eine Route im Grad 8c+ geklettert, also 11-/11. Zum Durchstieg von „Histerija“ haben wir ihr ein paar Fragen gestellt.
Natalija, warum hast du diese Route ausgewählt?
Wir drehen gerade eine Dokumentation über mich und meine Kletterentwicklung, und der Regisseur meinte, ich solle ein Projekt dafür finden, am besten eines, das schwerer als 8c sei. Histerija hat die perfekte Linie in der zentralen Wand von Misja Pec, und sie ist schwerer als 8c, also habe ich sie probiert.
Kannst du die Route für uns beschreiben?
Die Route besteht aus zwei Teilen. Der erste Teil ist ungefähr 8a+, ein bisschen Sinterkletterei und dann kommen kleine Leisten und seltsame Griffe. Dann kann man einen Knieklemmer legen und kann ruhen und schütteln, bevor man den zweiten Teil angeht. Die letzten zehn Meter haben keinen Ruhepunkt, nur schwere Züge – sehr anstrengende. In der Mitte des Abschnitts kommt die Schlüsselstelle, wo ich bisher immer abgefallen bin. Es ist eine kleine Seitgriffkante, etwa fünf, sechs Millimeter groß, von der man weit an einen Sinter hochziehen muss. Danach kommen noch kleine Leisten bis zum Ausstieg. Eine sehr anstrengende Tour, bei der man bis zum Schluss technisch sauber und präzise bleiben muss. Es ist eine sehr pumpige Route, vor allem für den Kopf.
Wie lang hast du Histerija probiert?
Am Ende der letzten Wettkampfsaison, Anfang Dezember, habe ich sie das erste Mal probiert. Nach ungefähr acht Versuchen musste ich eine Pause machen, um mich von der anstrengenden Klettersaison zu erholen. Anfang März habe ich wieder angefangen, und nach vier Versuchen bin ich über die Schlüsselstelle geklettert und habe sie durchgestiegen.

