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Confessions (8b+) - gleich dreimal wiederholt
Knappe drei Jahre blieb die überhängende Kante unwiederholt. Nun haben gleich drei Leute sie innerhalb von zwei Wochen klettern können: Nalle Hukkataival, Martin Keller und Daniel Woods.
Am 15. März gelang dem Finnen Nalle Hukkataival die erste Wiederholung von Confessions (8b+). Nur wenige Tage später, am 27. März, haben der Schweizer Martin Keller und der US-Amerikaner Daniel Woods Confessions klettern könnnen. Die Granitkante war seit der Erstbegehung von Dave Graham kaum mehr probiert worden und ein Wenig in Vergessenheit geraten. Das mag auch daran gelegen haben, dass das Absprunggelände dürftig war und der Boulder einen ziemlich grifflosen Eindruck macht.
Nachdem Martin Keller Ende Februar auf der Suche nach neuen Projekten unter dem Boulder stand, fand er schnell Gefallen an den pressigen Zügen. Zur Entschärfung der Landung hat er kurzerhand eine "Landebahn" gebaut: ein Holzplateau. Bald herrschte emsiges Treiben unter Confessions. Nach einiger Zeit waren dann auch mehr oder weniger kletterbare Lösungen gefunden. Jedoch stellte sich das Zusammenhängen der ungefähr zehn Züge als anstrengend heraus. Als sehr anstrengend.
Martins Angaben zufolge hat der Boulder für den Schwierigkeitsgrad eigentlich gute, relativ große Griffe. Diese können jedoch nur auf Gegendruck und mit Hilfe diverser Hooks gehalten werden. "Das Schöne an diesem Boulder ist auch die Tatsache, dass man neben viel Körperspannung auch einiges an Körpergefühl und Geduld für die teils heiklen Hooks braucht. Einfach nur durchreißen geht (fast) nicht."
Letztlich haben alle drei Wiederholer eine andere Lösung geklettert: Nalle mit seiner brutalen Power übersprang kurzerhand den Schlüsselzug: einen äußerst delikaten Heelhook. Daniel kletterte die Lösung des Erstbegehers und Martin überlistete die Crux mit einem Doppel-Heel-Hook. "Bleibt nur zu hoffen, dass der nahende Steinbruch sich nicht zu schnell in die Boulderblöcke frisst. Ansonsten wird Confessions garantiert zu einem High-End-Klassiker", erklärt Martin Keller.
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