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8c free solo als Trainingsetappe - Dave MacLeod
"Soloklettern ist körperlich leichter weil man nicht klippen muss" - Dave MacLeod klettert "Darwin Dixit" (8c) free solo.
Soloklettern - coole Sache oder gefährlicher Unsinn? Eure Meinung ist im Forum gefragt!
Der Schotte Dave MacLeod hat eine Route im Grad 8c free solo geklettert. Damit möchte er sich auf ein besonderes Projekt am Ben Nevis vorbereiten. MacLeod hat bereits Sportklettertouren im Grad 9a geklettert und mit Rhapsody (E11) die härteste traditionell abgesicherte Route der britischen Inseln begangen. Am 4. März hat er in Margalef, Spanien, die Route Darwin Dixit (8c) ohne Seil geklettert. Eigentlich, so MacLeod, klettert er nicht free solo, zumindest "nicht gewohnheitsmäßig". Dass er gerade bei einer so schweren Route eine Ausnahme machte, erklärt er folgendermaßen:
"Ich bereite mich gerade auf ein sehr besonderes Projekt am Ben Nevis vor, und ein oder zwei meiner Trainingsetappen habe ich bereits erreicht (MacLeod bezieht sich auf A Muerte (9a) und Ring of Steall (8c+) - Anm.d.Red.). Aber natürlich ist es ebenso wichtig, sich psychologisch vorzubereiten - für eine Route, in der ein Sturz fatal wäre. In dieser Tour muss ich in der Lage sein, 8c+/9a in einer nicht abgesicherten Position zu klettern. Deshalb muss ich großes Vertrauen in meine Fähigkeit haben, so nah an meinem körperlichen Limit und unter psychologischem Druck, die richtige Entscheidung zu treffen. Also entschloss ich mich, mein free-solo-Level anzuheben. 8c schien mir die richtige Schwierigkeit zu sein, meine Kontrolle zu entwickeln und zu testen. Ich brauchte eine Route mit einer hohen Schwierigkeit, so dass die Bewegungen völlige Entschlossenheit verlangten. Zugleich wollte ich festen Fels, um das Risiko eines Griffausbruchs zu vermeiden."
Für Darwin Dixit (8c) hatte Dave MacLeod im Rotpunkt drei Minuten gebraucht - free solo kletterte er sie in zwei Minuten: "Soloklettern ist körperlich leichter, weil man nicht klippen muss". Trotz der Reserven, die er während dieser Minuten empfand, empfiehlt Dave nicht generell das free solo Klettern: "In den letzten neun Jahren habe ich genau viereinhalb Minuten free solo geklettert, und es waren die konzentriertesten und am besten geplanten Minuten meines Lebens."
Training auf schottisch: Mentale Stärke kommt nicht vom Klippen.
Foto: Claire MacLeod
Alexander Huber hatte nach seiner free solo-Begehung des Kommunist (8b+) 2004 erklärt, er hätte es nur machen können, da er sich und seine dünne Leistungsreserve genau einschätzen könne. Nun kommt MacLeod, und klettert seilfrei eine Nummer schwerer, um sich seine Reserven zu bestätigen. Bleibt nur zu hoffen, dass das seilfreie Klettern nicht zur regulären Trainingsmethode wird - was meint ihr?
Quellen: Blog von Dave MacLeod (englisch), www.ukclimbing.com (englisch)
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