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4000 Boulderer beim Melloblocco
Die fünfte Auflage des Boulderfestivals im Val Masino vom 8. bis 11. Mai sprengte alle Erwartungen.
Seit dem ersten Melloblocco im Jahr 2004 hatte sich die Teilnehmerzahl Jahr für Jahr gesteigert. Aber selbst die Organisatoren hatten nicht mit diesem Ansturm gerechnet. Mit mehr als 4000 Boulderern aus insgesamt 33 Ländern wurde der Vorjahresrekord quasi verdreifacht! Aber trotz dieser Menschenmassen ging alles geordnet über die Bühne, und vier Tage lang drehte sich im Val Masino und im Val di Mello alles nur um den gemeinsamen Spaß an harten Züge an kleinen Blöcken.
Immer wieder Adam Ondra
Wie schon in den Jahren zuvor hatte sich auch diesmal viel Prominenz eingefunden: Patxi Usobiaga, Barbara Zangerl, Tomas Mrazek, Mauro Calibani, Jenny Lavarda, Christian Brenna, Jerome Meyer, Andy Earl, um nur einige zu nennen. Und natürlich wurde wieder an den frisch geputzten Problemen im Val di Mello, bei Bagni di Masino und in Mota di San Martino eifrig gewetteifert. Bei den Herren konnte der 15-jährige Tscheche Adam Ondra als einziger sechs der Wertungsboulder klettern und sicherte sich so zwei Wochen nach seinem Sieg beim Bouldermeeting im tschechischen Petrohrad auch beim Melloblocco 2008 den ersten Platz. Auf fünf Probleme brachten es Mauro Calibani (ITA), Tomas Mrazek (CZE), Balint Kamvas (HUN), Gabriele Moroni (ITA), Guillaume Glairon Mondet (FRA) und Michele Caminati (ITA). Bei den Damen schaffte die Österreicherin Barbara Zangerl als einzige sechs Probleme und sicherte sich so zum dritten Mal in Folge den Sieg beim Melloblocco. Giulia Giammarco (ITA) kam auf fünf gekletterte Wertungsboulder, die amtierende Eis-Weltcup-Siegerin Jenny Lavarda belegte mit vier Bouldern Rang Drei.
Respekt für die Natur
Wie schon in den Jahren zuvor hatten sich die Organisatoren um einen umweltverträglichen Ablauf des Festivals bemüht. Nach ihren Angaben mit Erfolg – vier Tage lang bewegten sich die Teilnehmer nur in Shuttle-Bussen oder zu Fuß fort und hinterließen keinerlei Müll oder sonstige Spuren. Dazu passt auch die freudige Nachricht, dass kurz vor dem Festival das Val di Mello den Status als Naturschutzgebiet erhielt. Bleibt also zu hoffen, dass etwaige Pläne für Staudämme und Kraftwerke, die das traumhafte Tal vor vier Jahren bedrohten, ein für allemal vom Tisch sind. Und dass das Melloblocco 2009 ein genauso großer Erfolg wie die diesjährige Auflage wird.
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