Kletter-Verletzungen & Prävention Wie erkennt und behandelt man VerÂletzungen und Überlastungsschäden? Und wie vermeidet man sie? mehr ...
Warum wir raus wollen
Die Forschung zeigt: Natur macht glücklich. Schon eine Zimmerpflanze schafft mehr Zufriendenheit. Den Fels haben die Kollegen vergessen, aber der gehört ja auch zur Natur.
Das Meer zieht die Menschen an - wenn Felsen dabei sind, natürlich noch meer, äh, mehr.
Foto: © Bretagne 32 / Pixelio
Natur tut uns gut - das wissen wir Kletterer in uns drin. Klettern macht gute Laune, aber Draußenklettern macht uns glücklich. Die Zeitschrift Psychologie Heute hat die Anziehungskraft der Natur genauer unter die Lupe genommen (Genaueres lässt sich auf www.outdoor-magazin.com nachlesen). Die Ergebnisse werden Kletterer mit Tendenz zum Rausgehen nicht überraschen: "Natur ist nicht nur hübsch, sie ist essenziell." So hilft die Natur beim Auszeit-Nehmen vom Alltag. "Stresshormone werden abgebaut, Verspannungen, Ängste und Depressionen gemildert."
Berge können beschützen oder bedrücken - aber auch die Psychologen haben gehört vom "Erfolgserlebnis des Oben-Angekommen-Seins".
Foto: © Thopix / Pixelio
Gummibaum zum Glück
Versuchspersonen zeigten sogar Anzeichen von Entspannung, wenn sie nur eine Zimmerpflanze ansahen. Die Forscher vermuten, dass unsere Sinne vom modernen Leben grundsätzlich über- oder unterfordert werden, und die Natur unsere Sinne gleichmäßiger anspricht - natürlich eben. Frische Luft sei auch gesund - das hätten wir nun wirklich nicht gedacht. Doch wenn man sich vorhält, dass der moderne Mensch durchschnittlich 93 Prozent seiner Zeit in geschlossenen Innenräumen verbringt - kein Wunder, dass eine Zimmerpflanze da hilft.
Menschen leben nicht artgerecht
"Wir haben viel getan, um uns unabhängig von der Natur zu machen", stellt Psychologie Heute-Autorin Simone Einzmann fest. Doch glücklicher sind wir auch nicht, wenn wir durch getönte Scheiben und klimatisierte Luft auf die Straße gucken. Das denkt auch der Natursoziologe Rainer Brämer, der von Psychologie Heute zitiert wird: "Unsere überzivilisierte Lebensweise erweist sich aus ökologischer Sicht als wenig artgerecht, wofür wir – wie manche Tierarten – mit einer einseitigen Belastung unserer Psyche bezahlen." Wie teuer die einzelnen Menschen nun zahlen, sei einmal dahingestellt - sicher ist eins: Als Kletterer holen wir uns unser Glück zurück.
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