Probleme auf Mallorca: Kletterer sollen zahlen

Mallorca Access Problems - Kletterer sollen zahlen
Foto: Mark Glaister | Rockfax
Auf Mallorca sollen Kletterer, Wanderer, Biker und Reiter in manchen Gegenden bezahlen, um zu klettern oder gewisse Landstriche zu betreten. Es gibt bereits eine Gegenbewegung. Mithilfe erwünscht.

Auf Mallorca gab es auch bislang schon einige Zugangs-Probleme, doch waren diese bis jetzt auf einzelne Kletter-Gebiete beschränkt. Nun wird es allerdings großflächig schwieriger.

Die örtlichen Behörden verlangen nun "Eintrittsgeld" für Klettergebiete auf öffentlichem Boden.

Die Gemeinde Bunyola hat Preise veröffentlicht, die Kletterer, Biker und Reiter zahlen sollen, um gewisse Gebiete zu betreten. Darunter fallen unter anderem Fraguel, Ca'n Cristo und Ca'n Fil. Für ein Auto sollen 6 Euro fällig werden, fürs Klettern ganze 10 Euro.

Im Oktober sind bereits Kletterer (Locals und auch Besucher) zum Zahlen angehalten worden und bei Verweigerung des Platzes verwiesen worden.

Unter dem verwechslungsträchtigen Kürzel PORN (für Plan de Ordenación de los Recursos Naturales) sind schon 2007 strenge Zugangsregeln gesetzlich festgeschrieben worden. Diese scheinen nun durchgesetzt zu werden. Betroffen ist der Hauptgebirgszug an der Nordwestküste von Mallorca von Andratx bis zum Cap Formentor.

Unter PORN soll es vier Zonen geben, von "kein Zugang" bis "freier Zugang". Ungünstigerweise fallen Klettergebiete wie beispielsweise Creveta und Son Xanquet on Cap Formentor in eine "kein Zugang"-Zone.

Andere mallorquinische Klettergebiete, die in die mittleren Zonen fallen, werden vermutlich mit einem Eintrittsgeld belegt werden.

Außerdem beginnen auch private Landbesitzer damit (derzeit die Finca de Massanella für den Zugang über Mancor de la Vall), das Betreten von gewissen Klettergebieten mit Eintrittsgebühren zu belegen. Das betrifft die Gegend zwischen Alaró und Las Perxes (Caimari) und umfasst zum Beispiel Puig Major.

Die lokale Verwaltung von Manacor hat jüngst verboten, "von Felsen ins Meer zu springen". Das macht Deep Water Soloing (DWS) illegal. Betroffen sind Cala Varques und die umliegenden DWS-Spots an der Küste von Manacor.

 

Mallorca Access Problems - Kletterer sollen zahlen Landkarte
Foto: UKClimbing.com Die in Rosa gefärbte Fläche ist von den Zugangsbeschränkungen betroffen.

Klettergebiete auf Mallorca erhalten - Mithilfe erwünscht!

Was können Kletterer tun, um zu helfen?

Für Interessierte und solidarische Kletterer gibt es eine Facebook-Seite: Facebook-Gruppe für den freien Zugang von Klettergebieten auf Mallorca.

Petition unterschreiben:

Auf change.org gibt es eine Petition, die bei den lokalen Behörden gegen die Sperrungen und Zugangsbeschränkungen auf Mallorca protestiert - unterschreiben!

Weitere Tipps fürs Klettern auf Mallorca:

Klettert nicht in gesperrten oder mit Eintrittsgeldern belegten Klettergebieten - die Behörden und Landbesitzer sollen nicht das Gefühl bekommen, dass ihr System funktioniert und gar profitabel ist.

Das betrifft vor allem:

Sa Comuna de Bunyola (Fraguel, Ca'n Cristo and Ca'n Fil)
Finca de Massanella (La Reserva climbing area)
DWS on the Manacor coast (Cala Varques)

Außerdem könnte eine E-Mail an die lokalen Behörden nicht schaden - mit einer Beschwerde, oder mit der Information, dass ihr unter diesen Umständen Mallorca nicht mehr als Reiseziel in Erwägung zieht. Richtet die E-Mail (in Englisch) an: Serradetramuntana@conselldemallorca.net

Ein Feedback auf Twitter könnte auch helfen, zum Beispiel an:
@TurismeEsportIB (Ministry of Tourism and Sports of the Balearic Islands)
@ATBIllesBalears (Tourism Agency of the Balearic Islands) und
@carlosjdtruyols (Government Minister of Tourism and Sports of the Balearic Islands).

Über Unterstützung freuen sich nicht nur Kletterer, die Mallorca schätzen, sondern auch der Bergsport-Verein Mallorcas: Federaciao Balear de Muntanya i Escalada.

Quelle: UKClimbing.com