Oberlandesgericht Hamm verurteilt Sichernden zu Schadensersatz

Nach einem Kletter-Unfall hat das Oberlandesgericht Hamm das Urteil des Landesgerichts Bochum bestätigt: Der Schadensersatz-Anspruch an den Sichernden sei rechtens.
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Dieser Kletter-Unfall landete mit seinen Konsequenzen vor Gericht.

Im Juni 2011 hatte sich im Klettergarten Hattingen in Nordrhein-Westfalen ein schwerer Unfall ereignet. Eine Kletterin stürzte aus 15 Metern zu Boden und erlitt Frakturen an Rippen und Wirbelsäule sowie Quetschungen innerer Organe.

Als sie Toprope-gesichert den Umlenker erreicht hatte, nahm ihr Sicherungspartner das Seil aus dem Sicherungsgerät, ohne dass sie „Stand“ oder irgendein anderes Seilkommando gerufen hatte.

Mit Beschlüssen im September und im November bestätigte das Oberlandesgericht Hamm das erstinstanzliche Urteil des Landesgerichts Bochum, das den Sichernden aufgrund seiner „gewichtigen Regelverletzung“ zu umfassendem Schadensersatz verpflichtet.

Auf einen Haftungsausschluss oder eine Beschränkung der Haftung auf erhebliche Regelverletzungen könne sich der Beklagte nicht berufen.

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