Neue Spielregeln: Der Boulder-Appell vom Alpenverein

Foto: DAV / Nico Altmaier Bouldern
In Zusammenarbeit mit Naturschutz- und Bergsportverbänden hat der Alpenverein einen offiziellen Boulder-Appel herausgegeben. Hier gibt's die Details.

Wer als Boulderer wunderschöne Blöcke im Wald findet, ausgräbt und putzt, einchalkt und klettert, hat nicht nur bewundernswerte Arbeit geleistet. Oft hat er der Kletterer-Gemeinde auch einen Bärendienst erwiesen (wie diese Schlaumeier). Weil gerade das Beklettern von verstreuten Blöcke oft in Schwierigkeiten mit Anwohnern und Naturschützern endet, hat der Deutsche Alpenverein (DAV) nun einen offiziellen Verhaltenskodex für Boulderer erarbeitet. In Zusammenarbeit mit Bergsport- und Naturschutzverbänden entstand so der aktuelle "Boulder-Appell".

Der DAV vermeldet, dass "Bouldern boomt", und dass es immer wieder Konflikte gebe. Daher sei es wichtig, dass "sich alle Sportler an diese Vereinbarungen und einige generelle Regeln halten", damit "Bouldern auch in Zukunft möglich bleibt." So sollte man sich an alle Punkte halten - auch wenn manche aufgelisteten Regeln beliebig erscheinen würden: "Für Insider zeichnen die zehn Punkte ein anschauliches und nachvollziehbares Bild von der 'Good Practice' (in etwa: 'vorbildliches Verhalten', Anmerkung der Redaktion) des Boulderns."

Konflikte vermeiden

Übrigens: Eigentlich hat es mit dem Boulder-Appell nichts zu tun. Oder zumindest nicht viel. Aber: Manchmal ist es nicht das viele Chalk, das Naturschützer auf die Palme bringt. Auch Klopapier und ähnliche Überreste haben weder im Umkreis von Klettergebieten noch sonstwo in der Natur etwas zu suchen. Mehr dazu in der Fotostrecke.