Felssturz im Montblanc-Massiv am Petit Dru (3733m)

Petit Dru Felssturz 2011 vorher - nachher
Foto: Pross / Eltouristo / Drury
Am 10. und 11. September stürzten im Gebiet des Mont Blanc hunderte Kubikmeter Felsmasse ins Tal. Der "Petit Dru" ist nun deutlich... weniger geworden.

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Nach Angaben von Paraglider Bobby Drury sind schon Samstags gegen 13 Uhr erste Staubwolken in der Gegend der Drus aufgetaucht, die er sich nur mit einem Felssturz erklären konnte. Eine Seilschaft sei noch aus der American Direct gerettet worden, niemand wurde verletzt.

Morgens um 10:30 Uhr am Sonntag seien dann weitere riesige Felsstücke aus der Westwand herausgebrochen. "Mit einem laut krachenden Bums, gefolgt von einem großen Wolkenpilz über dem Mer de Glace und dem Chamonix-Tal ist ein weiteres großes Stück der Westwand vom Petit Dru herabgestürzt", berichtet Bergführer Rob Jarvis auf seinem Blog. Weitere gigantische Felsstücke seien in drei weiteren Abgängen bis zum Nachmittag des 12. Septembers gefolgt.

Die Wand ragt hoch auf über Chamonix; in den Stunden danach hatte eine Staubwolke große Teile des Tals eingehüllt. Granitstaub hatte sich über das "Mer de Glace" und die Ortschaften Les Praz und Les Tines gelegt.

Laut Beobachtern ist die klassische American Direct zwar noch vorhanden, doch wird, wie schon nach dem ersten großen Felssturz 1997, davon abgeraten, sich in die Nähe der instabilen Wand zu begeben. Das Office de Haute Montagne empfielt, den Petit Dru diese Saison komplett zu vermeiden.

Übrigens: Schon 2005 bedauerte unser Redakteur Steffen Kern den stetigen Zerfall von "einem der schönsten Berge der Alpen": zu lesen auf der nächsten Seite.


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