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Solo-Speedrekord in der Eiger-Nordwand
Über eine Stunde schneller: Mit neuer Taktik und weniger Gewicht gelingt Ueli Steck eine neue Bestzeit in der Heckmair-Route.
In nur zwei Stunden, 47 Minuten und 33 Sekunden erreicht Ueli Steck am 13. Februar 2008 nach dem Durchstieg der Heckmair-Route den Gipfel des Eigers. Damit ist der Schweizer über eine Stunde schneller als bei seinem eigenen Geschwindigkeitsrekord 2007.
„Ich war überzeugt, dass noch mehr Potential in der Rekordzeit vom letzten Jahr liegen würde." kommentiert Ueli Steck seine Motivation für die Verbesserung seines Solo-Speedrekords in der Eiger-Nordwand.
Steck befindet sich zur Zeit mitten in den Vorbereitungen für seine nächste Expedition und hatte somit beste körperliche Voraussetzungen für den "Kampf gegen die Zeit". Doch nicht alleine durch die verbesserte Ausdauerleistung lässt sich der Erfolg begründen. Vor allem die neue Taktik, auf den knapp 4000 Klettermetern gänzlich auf ein Seil zu verzichten, sowie das fünf Kilo geringere Körpergewicht des Alpinisten scheinen ausschlaggebend gewesen zu sein. So stieg Steck im Vergleich zum letzten Frühjahr insgesamt acht Kilo leichter in die Route ein. Nach einem kraftraubenden Start im stark verschneiten Wandvorbau, spielten dann auch die äußeren Umstände für den Rekordversuch mit. Nahezu optimale Bedingungen in den anspruchsvollen Passagen erlaubten das Klettern ohne störende Handschuhe und halfen dabei, den rasanten Aufstieg perfekt zu machen. "Diesmal habe ich meinen persönlichen Wettkampf mit mir gewonnen" freut sich der Extrembergsteiger.
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