Kletter-Verletzungen & Prävention Wie erkennt und behandelt man VerÂletzungen und Überlastungsschäden? Und wie vermeidet man sie? mehr ...
Sieben große Linien auf sieben Kontinenten
Die baskischen Brüder Iker und Eneku Pou haben ihr 7 Wände - 7 Kontinente-Projekt mit einer Erstbegehung auf der antarktischen Halbinsel vollendet.
Die Westseite der "Three Pigs" oder False Cape Renard. Die Akzen Paradisua verläuft über den höchsten der Pfeiler.
Foto: Archiv Pou
Binnen 24 Stunden vom Verlassen ihres Basislagers im Lemaire-Kanal machten sie die Erstbegehung der "Three Pigs", eines vereisten Felsmassives mit drei Gipfeln, das auch als False Cape Renard bekannt ist. Sie fanden eine Linie auf den höchsten der drei Gipfel: Ihre neue Route namens Akzen Paradisua führt über eine 400 Meter hohe Felswand und anschließende 200 Meter Mixed-Gelände zum Gipfel der "Three Pigs".
Bei ihrem ersten Versuch am 21. Dezember wurden sie von Schnee und Wind gestoppt, ihren zweiten Versuch starteten sie am 24. Dezember. Diesmal erfolgreich, das Wetter hielt.
Akzen Paradisua
Den ersten drei Seillängen im fünften und sechsten Grad (UIAA) folgt die Schlüssellänge (8+), dann folgen zwei Längen im oberen sechsten bzw. unteren siebten Grad, dann noch einmal eine im oberen siebten Grad.
Die dann folgenden drei Längen bewegen sich im fünften und sechsten Grad. Nun muss erst einmal eine steile (70 Grad) Eislänge überwunden werden, die wiederum zu einer Felswand im siebten Grad führt. Darüber folgen noch drei Längen mit einer Crux von 90 Grad und 6-, die zum Gipfel führen.
Die starken Spanier Eneku und Iker Pou.
Foto: Archiv Pou
Das Abenteuer zuletzt
Die Brüder haben die Route komplett natürlich abgesichert und anschließend binnen sechs Stunden über eine andere Strecke abgeseilt. Die Kletterei selbst hatte 13 Stunden in Anspruch genommen. Weil das Wetter der Halbinsel wenig stabil ist, haben die Eneku und Iker am Stück durchgeklettert und kein Biwak in der Wand riskiert.
Das Ergebnis ist Azken Paradisua (8+/ M6/ 90 Grad, 600m, Baraiazarra-Pou-Pou, 2007).
Für die Brüder Pou war dies die wohl abenteuerlichste Station ihres 7x7 Projektes: Eiseskälte und Wind, kein Vorwissen über die Route, und derart abgelegen, dass eine etwaige Rettung kein leichtes Unterfangen gewesen wäre. Den bis dahin unbekletterten Turm nannten sie Zerua Peak.
Die Idee zu dem 7x7 Projekt kam den Brüdern 2002: Auf jedem Kontinent der Erde wollten sie stellvertretend eine große Linie klettern. 2003 begannen sie mit El Nino (8b, 1000 Meter) am El Capitan für Nordamerika und mit Zunbeltz (8b+, 500 Meter) am Naranjo de Bulnes in Nordspanien für Europa. 2004 reisten sie nach Madagaskar und schafften die erste freie Begehung von Bravo les Filles (8b, 600 Meter) für Afrika. 2005 kletterten sie den berühmten Totem Pole (7b, 70 Meter) vor Tasmanien für Ozeanien und reisten dann nach Pakistan, um dort Eternal Flame (8a, 1200 Meter) am Trango Tower für Asien zu klettern. Diese Route beendeten sie zwar, jedoch gelangen ihnen nicht alle Längen frei. Für Südamerika kletterten Eneku und Iker im zweiten Versuch die Supercanaleta (6c/90°, 1900 Meter) am Fitz Roy frei.
Quelle: www.alpinist.com, www.pouanaiak.com, www.barrabes.com
Video: Die ersten sechs Teile des großen Unterfangens
Weiterlesen:
Sir Edmund Hillary ist tot Midtboe klettert Estado Critico Neue Eisroute im Lauterbrunnental

