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Neues aus Oman: Routen am Jebel Misht
Die Kalkfelsen des Wüstenstaats Oman sind begehrtes Reiseziel geworden. In den letzten Monaten sind einige neue Routen entstanden.
Der durch seine wilden Solos bekanntgewordene Hansjörg Auer hat gemeinsam mit Jakob Oberhauser und Thomas Schreiber eine sehr schnelle Erstbegehung von Flying Pegs (8+) an der Südseite des Jebel Misht (2090 Meter) hingelegt. Dann konnten sie noch Al Hamar in den Canyons des Jebel Sham Plateaus erstbegehen. Die drei Seillängen von sind mit 8b, 8a, 7a bewertet. Aspiranten wird die Mitnahme von Doppelseil und einem gut sortierten Satz Camelots empfohlen.
Außerdem ist der Tiroler Kletterabordnung mit 40 Räuber eine knapp 30 Meter lange Route im Wadi Bhani Khalid gelungen: Sehr technische Kletterei mit einer Schlüsselstelle im ersten Teil und ausdauernder Leistenzerrerei zum Schluss. Somit findet man in der Little Gourgette neben dem Klassiker Ali Baba auch die bislang schwierigsten Klettermeter des Oman mit 40 Räuber (8b).
Eile, mein Freund
Die Slowenen Pavel Kozjek und Dejan Miškovic haben an der Südseite des Jebel Misht Yel-ka sadik (6+/7-) begangen, eine ungefähr 1200 Meter lange Route in exzellentem Kalk. Der Routenname ("Eile, mein Freund") war inspiriert von ihrem Erlebnis: Weil sie vergessen hatten, ihre Uhren der lokalen Zeit anzupassen, wachten sie drei Stunden zu spät auf, und mussten sich etwas beeilen. Sie folgten dem dunklen festen Kalk bis zum Ausstieg von Empty Quarter (Ramsden-Eastwood, 2000) innerhalb von neuneinhalb Stunden, brauchten für den Abstieg noch einmal vier, und noch einmal fünf um zu ihrem Lager zurückzukehren. Außer wenigen Normalhaken kletterten die Zwei mit traditioneller Absicherung.
Ende Januar konnten Dejan Miškovic und Matej Knavs noch Kabir Hajar (8+) begehen, und haben der Südseite des Jebel Misht so noch eine weitere Route hinzufügen können.
Quellen: Pavel Kozjek, www.climbing.com, Hansjörg Auer
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