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M10: Junger Schweizer im Onsight-Modus
Für Daniel Arnold hat das Jahr 2009 gut begonnen: Innerhalb von zwei Wochen kletterte er zwei anspruchsvolle schweizer Mixedrouten onsight.
Am 4. Januar nahm sich der 24-jährige Urner Mach 3 an der Breitwangfluh zur Brust. Diese 2003 von Robert Jasper und Markus Stofer erstbegangene Sechs-Seillängen-Route mit einem Zehn-Meter-Überhang und anschließendem Rieseneiszapfen als Crux zählt zu den Top-Routen rund um Kandersteg im Berner Oberland. In der zweiten Seillänge (M8+) trafen Arnold und sein Kletterpartner Paul Gnos auf heikel zu kletterndes und schlecht abzusicherndes Blumenkohleis, danach wurde die Eisqualität besser. Nachdem er sich mit letzter Kraft in der fünften und schwierigsten Seillänge über mehrere kleine Eisvorhänge am großen Zapfen zum Stand gerettet hatte, war klar: Den Onsight-Durchstieg würde er sich nicht mehr nehmen lassen.
Am Januar zog es Arnold dann gemeinsam mit Stephan Ruoss ins Brunnital in seinem Heimatkanton. Dort hatten Roger Schäli und Walter Hungerbühler schon vor einigen Jahren die Route Come on Baby (M10) erstbegangen, aber erst vergangenen Winter war den beiden Bergführern die erste Rotpunktbegehung der fünf Seillängen geglückt. Und auch hier war Daniel Arnold auf Anhieb erfolgreich. M7+, M8, M10, WI6, WI 5 – alles ohne Sturz oder Hänger, womit sich der starke 24-Jährige die erste Onsight-Begehung dieser Route sicherte.
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