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Lama & Verhoeven eröffnen kühne 17-Seillängen-Route
Die Sportklettergrößen David Lama und Jorg Verhoeven haben in den Zillertaler Alpen an der Nordwand der Sagwandspitze "Desperation of the Northface" (7b) erstbegangen.
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Der Österreicher David Lama (18) und der Niederländer Jorg Verhoeven (23) haben am 21. August ihre neue Route Desperation of the Northface (7b) beendet. Schon Anfang August richteten sie die ersten acht Seillängen ein, mussten aber dann wegen schlechten Wetters den Rückzug antreten. Nun brachten sie ihre 820 Meter lange Route durch die Sagwand (3227 Meter) nach 13 Stunden Klettern zu Ende.
Lama und Verhoeven bewegten sich in alpinem Granit mit Schwierigkeiten bis 7b. Die Route haben sie in erster Linie selbst mit Keilen und Klemmgeräten abgesichert. Bohrhaken haben sie nur an den Standplätzen gesetzt, um sicher abseilen zu können. Außerdem, so Lama, hätten sie viele Normalhaken verwendet, um das Finden der Linie zu vereinfachen. Trotzdem seien einige Run-outs in der Route.
Details
Desperation of the Northface an der Sagwand (3227m) Zillertaler Alpen, Österreich
Länge: 820m, 17 Seillängen
Bewertungsvorschlag: 7b
Material: 1 Set Friends, 1 Set Keile, kleines Set Normalhaken
Anfahrt: Die Sagwand liegt an der österreichisch-italienischen Grenze in der Nähe von Innsbruck. Von der Autobahn Richtung Brenner die Ausfahrt Nr. 33 Richtung Grieß am Brenner nehmen. Dort hindurch, dann in Stafflach weiter Richtung St. Jodok/Vals. Beim Gasthaus Touristenrast parken und zu Fuß weiter (3 Stunden).
Zustieg: Von der Geraer Hütte (2324m) zur sichtbaren Sagwand laufen. Das Schneefeld links bis zum Ende der Wand hoch, Steigeisen könnten für den letzten Teil sinnvoll sein. Achtung vor Steinschlag.
Abstieg: Über die Route abseilen.
Sonstiges: Einige Passagen, darunter auch 6c und 7a-Längen, weisen größere Hakenabstände auf. Wiederholer sollten Schwierigkeiten von 7b sicher klettern können. Wegen schmelzenden Schnees vom 3250 Meter hohen Gipfel besteht in der Route erhöhte Steinschlaggefahr. Zusätzlich verläuft die Route über einige große angelehnte bzw. hohlklingende Schuppen. Die Erstbegeher weisen auf die Ernsthaftigkeit der Route hin.
Quelle: www.planetmountain.com
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