Huberbuam befreien "Eternal Flame" (9+, 24 SL, 650 m)

Den als Huberbuam bekannten Profikletterern Alexander und Thomas Huber gelang die Güllich-Route "Eternal Flame" am Nameless-Tower im Karakorum in Pakistan rotpunkt.

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Fotostrecke: Huberbuam im Karakorum

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Huberbuam Karakorum Pakistan Foto: Hinterbrandner / Huberbuam.de
Huberbuam Karakorum Pakistan Foto: Hinterbrandner / Huberbuam.de
Huberbuam Karakorum Pakistan Foto: Hinterbrandner / Huberbuam.de

Erstbegangen wurde die Eternal Flame von Wolfgang Güllich, Kurt Albert, Milan Sykora und Christoph Stiegler 1989. Seitdem haben sich viele hochkarätige Kletterer daran versucht, die Linie frei zu klettern. Nun haben Alexander und Thomas Huber es geschafft: Während eines Schönwetterfensters zwischen dem 11. und 14. August gelang Alexander und Thomas Huber die erste Rotpunkt-Begehung der Eternal Flame.

Die Route zieht mitten durch den Südpfeiler des Nameless Tower (6251m) in der Trango-Gruppe im Karakorum. Große Teile der Route konnten schon damals von den Erstbegehern frei geklettert werden, bis auf vier Längen.

2003 gelang es dem Schweizer Denis Burdet, zwei weitere Seillängen frei zu klettern, 2005 fand der Baske Iker Pou eine freie Variante um die Bohrhakenleiter in der zehnten Länge, die er aber aufgrund der miserablen Bedingungen nicht mehr rotpunkt klettern konnte.

Thomas und Alexander Huber hatten in diesem Sommer das Glück, perfekte Wandverhältnisse anzutreffen und zudem ein Schönwetterfenster. Nachdem sie die ersten vier Seillängen der Route erkundet und dabei eine Umgehung des Pendelquergangs in der zweiten Länge entdeckt hatten, mussten sie einige Tage auf gutes Wetter warten. Dann gelang ihnen in vier Tagen die durchgehende Rotpunktbegehung der 24 Seillängen mit Schwierigkeiten bis 9+.

„Hut ab vor der Leistung und dem Freikletterinstinkt der Erstbegeher, die mit dieser Route das Bergsteigen bereichert haben“, sagt Alexander Huber. „Mit »Eternal Flame« hinterließen Kurt Albert und Wolfgang Güllich die beste und schönste Freikletterei an den Bergen der Welt. Wir sind glücklich, die Chance bekommen zu haben, bei der Erschließung dieser Route ein klein wenig mitzuwirken!“

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01.10.2009
Autor: Güldner-Hamel / Burmester
© klettern