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Antarktis: Huberbuam und Siegrist gelingen drei Erstbegehungen
Zweimal Holtanna, einmal Ulvetanna: Trotz Temperaturen von bis zu fast -50 Grad Celsius kletterten Alexander und Thomas Huber gemeinsam mit Stephan Siegrist drei neue Routen an den Granitriesen von Dronning Maud Land.
Vor gut einer Woche berichtete Alexander Huber schon bei uns in der Redaktion ausführlich von seiner Antarktis-Expedition, mit der Meldung haben wir aber gewartet, bis auch Fotos verfügbar sind. Schaut euch die Mediashow an und ihr wisst, warum!
Mitte November hatten sich Alexander und Thomas Huber zusammen mit dem Schweizer Stephan Siegrist und Fotograf Max Reichel für sechs Wochen in den Süden aufgemacht. Nicht zum Sonnenbaden: Ziel des Trios waren die gewaltigen Granitmonolithen des Dronning Maud Land in der Antarktis, und von diesen insbesondere die noch undurchstiegene, 750 Meter hohe Westwand des Holtanna.
Zu frostig für hartes Freiklettern
Ihren Plan, hier in freier Kletterei eine Neutour zu eröffnen, ließ sich bei Temperaturen von bis zu -46 Grad Celsius – noch kälter als vorher gesagt – dann aber doch nicht durch ziehen. "Mit der Kälte kann man umgehen. Das einzige, was wirklich hart ist, ist das Klettern, weil du da was ausziehen musst", berichtet Alexander. "Es war fast eine Erlösung, als fest stand, dass es frei nicht geht."
"Schönste Expedition unserer Laufbahn"
Aber auch in technischer Kletterei wurde ihre erste Neutour kein Pappenstiel. Die 24-Seillängen-Route Eiszeit bietet in der Mitte drei A4-Längen und in freier Kletterei immerhin den oberen siebten Grad. Kommentar Alexander: "Das ist in der Wand fast die einzige Linie, die geht. Weil alles was in der Senkrechten rötlich ist, ist unglaublich schlechter Fels."
Als zweiter Streich gelang dem deutsch-schweizer Trio dann doch die erste freie Besteigung des Holtanna: mit der Erstbegehung von Skywalk (7-, 10 SL, 450 m) über den Nordpfeiler des Berges. Und zum krönenden Abschluss ihrer Expedition glückte ihnen dann in zwei Tagen auch noch eine Neutour am 2931 Meter hohen Ulvetanna und damit die dritte Besteigung dieses Traumberges. Die 800 Meter hohe Sound of Silence bietet Schwierigkeiten bis 8-, A2 und 60 Grad im Schnee.
"Das war das Sahnehäubchen der bisher schönsten Expedition in unserer Bergsteigerlaufbahn. Von außen betrachtet haben wir vielleicht unser Ziel, eine schwierige Freikletterei in der Antarktis zu realisieren, nicht zu 100 Prozent erreicht. Aber bei einer Lufttemperatur von -20 Grad wird ein Siebener zum Neuner, ein Neuner wird unmöglich, und es war meist sogar noch kälter! Wir haben alles versucht, haben alles geschafft – und wir sind glücklich!", lautet das Fazit der Huberbuam. Gratulation!
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