Val Gardena

Klettern im Herzen der Dolomiten: Gröden (Übersicht)

Alpine Klassiker, Sportklettern, Bouldern: das sonnenverwöhnte Südtiroler Tal bietet viel Kultur, Kulinarisches und Klettern in jeder Form.

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Klettern in Gröden Foto: Val Gardena Tourismus
Klettern in Gröden Foto: Val Gardena Tourismus
Klettern in Gröden Foto: Val Gardena Tourismus





Die Wände der Dolomiten gelten als der Inbegriff des alpinen Kletterns, und das rund 25 Kilometer lange Tal von Gröden hat mit der Puez-Geisler-Gruppe, dem Langkofel und der Sella jede Menge davon. Hier wurde und wird Klettergeschichte geschrieben.

Die Liste der Erstbegeher liest sich wie das Who-is-who des Alpinismus, von Grohmann über Vinatzer und Luis Trenker, selbst gebürtiger Grödner, bis Reinhold Messner. Diesen Pionieren folgen nun Adam Holzknecht, Hubert Moroder, Manfred Stuffer nach, die nächste Generation aus Gröden. Und mit Michael Piccolruaz, Rudi Moroder, Alex Walpoth steht die junge Garde der Region schon in den Startlöchern.

Was sie im Fels hinterlassen haben, reicht vom viel begangenen, beliebten Klassiker über furchterregende Abenteuerrouten bis zu gut gesicherten Sportklettereien. Die Auswahl ist schier unerschöpflich.

Um diese zu erleichtern, haben wir zusammen mit Gröden Marketing ein Paket mit Infos und Tipps geschnürt. Unsere Übersicht zeigt euch die ganze Felsvielfalt des Tals. Wer gerne mit Bohrhaken gesichert klettert, für den halten wir zwei der schönsten alpinen Sportkletterrouten parat.

Für diejenigen, die alpine Klassiker bevorzugen, gibt es viermal Tipps und Topos von einsteigertauglich bis ganz schön anspruchsvoll. Nicht genug? Dann schaut euch mal die Übersicht der Klettergärten an.

Und wer jetzt seinen Urlaub plant, sollte sich die Woche vom 19. bis 27. Juli freihalten. Da steigt das große Kletterevent MOVE – Feel the Dolomites.

Die Drei spielt eine wichtige Rolle im Grödental. Zum einen beherbergt es drei Ortschaften: St. Ulrich, St. Christina und Wolkenstein. Es werden drei Sprachen gesprochen – ladinisch, deutsch und italienisch – und das Tal wird von drei Bergmassiven eingerahmt: im Süden der Langkofel, im Südosten der Sellastock und im Nordosten die Puez-Geisler-Gruppe.

Drei Berggruppen, die jede für sich 100 Jahre Klettertradition aufweist. Dazu noch der Dreiklang aus mildem Südalpen-Klima, der einzigartigen Vielfalt an Naturschönheiten und der Ursprünglichkeit und Herzlichkeit seiner Bewohner sowie die leichte Erreichbarkeit von der Brennerautobahn erklären, warum Gröden das Klettertal Südtirols ist.

 

Klettern in Gröden
Foto: Gröden Tourismus Grödens Klettermöglichkeiten im Überblick.

Von Alpinklettern bis Bouldern

Hausberg und Wahrzeichen des Grödentals ist der Langkofel oder ladinisch Saslonch (3181 m), ein wahres Chamäleon von einem Berg. Zur Seiser Alm hin zeigt er sich als zerklüftetes Massiv, über St. Christina als schlanke Riesenzinne, Richtung Grödnerjoch präsentiert er seine breite, bis zu 1000 Meter hohe Nordostwand, zum Sellajoch gibt er sich als Dreigestirn mit Fünffinger- und Grohmannspitze.

Von kühnen Nordwandrouten bis zum Genussklassiker Daumenkante bietet dieser Berg das ganze Spektrum des Dolomitenkletterns inmitten einer wilden, hochalpinen Szenerie. Noch berühmter und beliebter sind die Routen gegenüber der Langkofel-Ostwand. Das liegt nicht nur am kurzen Zustieg hinauf zu den Sellatürmen, sondern auch am prächtigen Fels und den vielen Genussklassikern sowie einigen härteren alpinen Meisterwerken. Dass es nicht immer große Gipfel sein müssen, beweist die „Steinerne Stadt“, ein wildromantisches Chaos aus Blöcken, Alpenrosen und Latschen. Hier fühlen sich Boulderer und Sportkletterer pudelwohl.

Kletter-Genuss garantiert

Weiter unten an der Sellapassstraße, nicht weit von Wolkenstein, geht‘s ebenfalls sportlich zu. Der Traumpfeiler ist berühmt für seinen grandiosen Fels und seine teils kühnen Routen im achten und neunten Grad aus den Achtzigern. Deutlich entspannter präsentieren sich die Sportkletterfelsen entlang der Sellawände und die Klettergärten bei St. Ulrich und Wolkenstein.

Wiederum für alpine Genießer haben die Puez-Geisler-Gruppe und die leicht zu erreichende Südwand der Großen Cirspitze über dem Grödnerjoch eine Menge festen Fels und leichte Routen im Angebot. Und gegenüber warten an den Wänden des Sellastocks reichlich Herausforderungen auf gestandene Alpinkletterer. Drei Orte, drei Berge, drei Sprachen, eine lebendige Kultur, viele Sonnentage, leckere Spezialitäten – und die „schönsten Bauwerke der Erde“, die vertikale Ziele für jeden Geschmack und für mehr als ein Kletterleben bieten: Gröden, das Klettertal der Dolomiten.

 

Klettern in Gröden
Foto: Gröden Tourismus www.dolomitesalpine.it bietet alle wichtigen Informationen für kinderleichte Tourenplanung.

Alle Infos rund ims Klettern in Gröden: www.dolomitesalpine.it

Das umfangreiche Outdoor- Portal www.dolomitesalpine.it ermöglicht per Mausklick eine umfassende und kinderleichte Tourenplanung rund um Gröden. Die Startseite ist in drei Menüpunkte unterteilt und liefert Informationen zu den Themen Klettern, Wandern und Skifahren. Ganz einfach bekommen die User Zugang zu interaktiven Karten.

Ein kurzer Mausklick genügt, und es werden alle wichtigen Details geliefert: Aktuelle Wetterinformationen, Schneelageberichte sowie Bilder von Webcams findet man ebenso wie Fotos, exakte Routenbeschreibungen und technische Informationen zu Dauer, Länge und Höhenprofil.

Darüber hinaus stehen GPS und KML-Daten (Standard Google Earth) zum Download für den Computer und das Smartphone bereit. Die Sektion „Klettern“ führt zu den Unterteilungen „Klettergebiet“, „Klettertouren“ und „Klettersteige“. Hier kann jeder detaillierte Informationen zum Thema sammeln. Unter „Wandern“ findet man zahlreiche Anregungen für Trekking- und Schneeschuhausflüge.

Wintersportler werden in der Sektion „Ski“ in den Kategorien „Ski- und Schneeschuhtouren“, „Freeride“, „Tipps“ und „Bergführerbüros“ garantiert fündig und können sich die schönsten Strecken abseits der Skipisten aussuchen, um die Schönheit der Dolomiten zu erkunden.

Auch die anderen Rubriken der Webseite sind speziell für Reisende, die einen Sport- oder Aktivurlaub planen, von großem Vorteil. So etwa die Unterkunftssuche und die Kontaktdaten der Tourismus- und Bergführerbüros.

Das Besondere am neuen Grödner Outdoor-Portal ist, dass die Inhalte ständig aktualisiert und von einheimischen Bergführern gepflegt werden. Zusätzlich ermöglicht eine Kommentarfunktion sowie die Einbindung in Facebook die Diskussion mit anderen Usern.

Trailer zum MOVE Kletter-Festival im Val Gardena:

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Video: Ben Wiesenfarth

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Autor: Val Gardena Touristik / Redaktion klettern
© klettern
Ausgabe 05/2014