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Halbhöhenlage - Bouldern im Sommer
Sommer ist Alpenzeit! Wir stellen sechs Boulder-Topspots zu Füßen echter Berge zwischen Bellinzona und Berchtesgaden vor.

- Der Gotthardpass bietet Testpieces vorm Bergpanorama. Hier: "Homo Mouse" (Fb 7c).
Foto: Steffen Kern / klettern.de
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- 2Alpenboulderspots: Gotthard
- 3Alpenboulderspots: Averstal a.k.a. Magic Wood
- 4Alpenboulderspots: Val di Mello
- 5Alpenboulderspots: Sellajoch
- 6Alpenboulderspots: Zillertal
- 7Alpenboulderspots: Blaueis
Wenn in Bleau die Sloper grausig schmieren, in Cresciano scharfe Leisten die schweißnassen Finger filetieren und die Franken ihre Blöcke vor lauter Grün kaum noch finden, wird es Zeit für die Alpen. Vor allem in den Urgesteinsregionen, also entlang des Hauptkamms, und in den Westalpen auch südlich davon, liegen fast in jedem Tal Granit- oder Gneisblöcke herum. Manche liegen in Straßennähe, wurden von Boulderern bereits erspäht, bechalkt und beklettert; andere liegen eher abseits in einem Seiten- oder Hochtal, mit langem Zustieg, vielleicht aber auch nur unter Bäumen verborgen. Das alpine Blockpotenzial ist jedenfalls riesig und noch lange nicht komplett entdeckt.

- Die sechs Alpenspots im Überblick (Klick auf das Bild öffnet die Großansicht).
Foto: Nasa Visible Earth Program
Frische Bergluft - gute Bedingungen
Viele der bereits erschlossenen Gebiete punkten mit ihrer hohen Lage jenseits der 2000 Meter und dadurch kühlem Klima – da muss es oft nicht einmal schattig sein. In einigen Fällen liegen die Blöcke auf grünen Wiesen, umgeben von einer fantastischen Hochgebirgsszenerie. In anderen Gebieten auf geringerer Meereshöhe spenden Bäume und/oder ein wilder Gebirgsbach Schatten respektive angenehme Temperaturen – wie an den Gneisbouldern des Magic Wood im Graubündner Averstal, dem Bouldermekka der Alpen. Aber Achtung: An schönen Sommerwochenenden herrscht hier gewaltiger Trubel, trotz oder gerade wegen des hohen Schwierigkeitsniveaus.
Respekt für die Alpen
Neben dem Magic Wood stellen wir euch fünf weitere Boulder-Topspots in den relativ schnell zu erreichenden Zentral- und Ostalpen vor, in denen es in der Regel deutlich ruhiger zugeht. De facto sind es sogar sechs – denn die tollen Boulder vor grandioser Kulisse am Sustenpass nur als Alternative zum Gotthard zu bringen, ist eigentlich ein Frevel.
Bei allem Spaß an den Blöcken: Denkt daran, Ihr bewegt Euch in einer hochsensiblen alpinen Landschaft, benehmt Euch dementsprechend, schont die Natur, nehmt allen Müll inklusive Kippenfilter und Tape-Reste wieder mit, haltet Euch an Regelungen und Verbote, parkt keine Wege zu und verhaltet Euch auch sonst rücksichtsvoll gegenüber den Anwohnern. Noch wohlgesonnener sind Euch die Einheimischen, wenn Ihr nicht nur den Müll von mitgebrachter Aldi-Nahrung in den Mülleimern hinterlasst, sondern auch etwas Geld in den Kassen von lokaler Gastronomie lasst...
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30.07.2009
© klettern Ausgabe 06/2009
Autor: Steffen Kern
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