Klettergriffe entwerfen

Interview mit einem "Shaper"

Reinhard Fichtinger aus Innsbruck ist Fotograf, Routenbauer und entwirft Klettergriffe für Squadra Climbing Holds. Wir haben ihn zum Shapen von Griffen befragt.

In der Kletter- oder Boulderhalle lachen sie uns in allen Farben entgegen: Klettergriffe. Mal als große runde Sloper, mal als kleine Farbklecks-Leisten. Ergänzt werden sie meist mit größeren sogenannten Volumen, die - oft aus Holz - mit ihren größeren Abmessungen das Potenzial haben, die Wandstruktur zu verändern oder auch optisch Schwerpunkte zu setzen.

Doch wie entstehen Klettergriffe eigentlich? Während in den 90ger Jahren noch der Fels und die Natur als Inspiration für Klettergriffe herhielten, wurde schon bald mit abstrakteren Formen experimentiert. Für Kinder gelten Tierformen schon immer als der letzte Schrei. Für die sogenannten erwachsenen Kletterer gibt es rundere Klettergriffe, Plastikknubbel unter dem Stichwort "Ergonomie" - und mit angeblich anatomisch günstigen Formen soll die Verletzungswahrscheinlichkeit gesenkt werden.

Schließlich wird noch unterschieden zwischen guten Griffen, die hauptsächlich im Bau von Kletter-Routen zum Einsatz kommen, und tendenziell eher schlechten Griffen. (Das heißt nicht, dass es schlechte Griffe sind, sondern gute Griffe, die aber schlecht zu halten sind.) Verwirrt? Wir auch. Mehr zur Erhellung des Themas Klettergriffe gibt's deshalb hier in unserem ABC der Klettergriffe.

12.02.2015
Autor: Ralph Stöhr
© klettern
Ausgabe 01/2016