Richtig Fallen

Die neue Fallschule fürs Bouldern


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Richtig fallen und landen beim Bouldern
Foto: Klaus Schäffler

 

Richtig fallen und landen beim Bouldern
Foto: Karl-Heinz Schmidl

 

Richtig fallen und landen beim Bouldern
Foto: Klaus Schäffler

 

Richtig fallen und landen beim Bouldern
Foto: Klaus Schäffler

 

Richtig fallen und landen beim Bouldern
Foto: Klaus Schäffler
Die Zahl der Verletzungen beim Bouldern steigt. Mit der richtigen Absprung- und Falltechnik lässt sich das Verletzungsrisiko verringern.

Bouldern boomt. Damit steigen allerdings auch die Unfallzahlen in Boulderhallen.

Wandhöhen bis 4,50 Meter, spektakuläre Bewegungen, wenig Erfahrung im Stürzen, Fallen und Spotten sowie eine Mattenfestigkeit, die Abertausende von Stürzen trotzen soll, tragen dazu bei. Laut Unfallstatistik ist das Bouldern wesentlich verletzungsanfälliger als das Klettern mit Seil.

Die meisten Boulderverletzungen betreffen die Extremitäten (46% die Beine, 35% die Arme) und sind nicht lebensbedrohlich. Schmerzhaft und ausgesprochen ärgerlich sind sie für die Betroffenen dennoch.

Beim Bouldern die richtigen Reflexe einschleifen

Bisher war beim Thema sicheres Bouldern meist von korrektem Spotten die Rede. Wichtig ist aber auch, dass jeder Boulderer weiß, wie er sicher von einem Boulder wieder herunterkommt. Dazu gehören folgende Möglichkeiten: Abklettern, richtig abspringen und geschultes Fallen, Freihalten von Sturzräumen und das Vermeiden von unsicheren Zügen in großer Höhe.

Um Verletzungen prophylaktisch zu vermeiden, sollte vor dem Absprung nach Möglichkeit immer wenigstens ein Stück abgeklettert werden, um die Sprunghöhe zu reduzieren. Das richtige Abspringen sollte regelmäßig geübt werden und auch Teil des Aufwärmprozesses werden: Auch die Knöchel wollen erst mal wach werden.

Im Normalfall landet man mit gebeugten Knien breitbeinig federnd auf der Matte, wobei die Beinmuskulatur die Hauptenergie abfangen sollte. Rutscht man beim Bouldern unerwartet vom Griff oder Tritt, lohnt es sich, die richtige Sturztechnik verinnerlicht zu haben. Wichtig ist, nach Möglichkeit auf beiden Beinen gleichzeitig zu landen.

Bei unkontrollierten Stürzen auf den Rumpf (Bauch-, Rücken- oder Seitenlage) führt der natürlich Reflex oft dazu, dass man den Arm ausstreckt, um sich so abzufangen. Dies ist für Handgelenk, Ellenbogen und Schulter sehr gefährlich. Stattdessen bewähren sich Falltechniken, die zum Teil aus dem Judo stammen (siehe Fotostrecke oben). Wichtig auch hier: regelmäßig üben, um die richtigen Reflexe einzuschleifen!

In der Fotostrecke oben erklären wir das optimale Fallen und Landen beim Bouldern im Detail

Mehr:

Fotostrecke: Besser Bouldern: 10 Tipps

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Katrin Kaddi Lehmann bouldern in Rocklands Foto: Marinus Coetzee
Katrin Kaddi Lehmann bouldern in Rocklands Foto: Marinus Coetzee
Katrin Kaddi Lehmann bouldern in Grampians Foto: Glen Maddox

Fotostrecke: Klettertraining: Tools

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Training Klettern & Bouldern: Trainingstools Foto: Hannes Huch
Training Klettern & Bouldern: Trainingstools Foto: Hannes Huch
Training Klettern & Bouldern: Trainingstools Foto: Hannes Huch
10.08.2017
Autor: Robert Tanner, Klaus Schäffler, Patrick Matros
© klettern
Ausgabe 05/2017