Eisklettern

Eisklettern - nicht ganz normal?

Eisklettern: Es ist kalt. Es ist nass. Es ist spiegelglatt und gefährlich. Es ist so ziemlich das Letzte, was normale Menschen im Winter tun möchten...

Und doch werden in der Frostsaison wieder Hunderte mit Eisgeräten und Steigeisen bewaffnet durch die Alpen pilgern, um dort dem Klettern in kältestarren Wasserfällen zu frönen.

Eisklettern: Weil es kalt ist. Weil es nass ist. Und auch, weil es so ziemlich das Letzte ist, was normale Menschen im Winter tun wollen.

Eisliebhaber finden in den Steilstufen und Schluchten eine Herausforderung, die noch nicht genormt ist. Die nur den Regeln der Natur unterliegt. Eisklettern ist kein einfaches Konsumvergnügen.

 

Eisklettern
Foto: Klaus Fengler Eis, Eis, Baby! Manche mögen's kalt.

Eisklettern ist ein ernsthaftes Spiel in einer faszinierend anderen Umgebung, wo senkrecht sich noch wie senkrecht anfühlt. Auch wenn es in den unteren Graden klettertechnisch gar nicht so anspruchsvoll ist: Das Selbstabsichern, das Einschätzen der Verhältnisse, die Planung von Zu- und Abstieg, der Aufenthalt im Gebirge – all das garantiert Erlebnisse, die man nicht so schnell vergisst. Und deshalb ist Eisklettern der Hit.

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Autor: Ralph Stöhr
© klettern
Ausgabe 12/10+01/11/2010