Für Einsteiger: Bouldern

Bouldern in der Halle

Bouldern kann man allein und ohne Sturzgefahr, und stark wird man davon auch noch. Was es damit auf sich hat und was man beachten sollte, lest ihr hier.

 

Bouldern in den Wupperwänden
Foto: Archiv Burmester Beim Bouldern fühlt man sich schon mal zu kurz. Oder zu schwach. Keine Sorge - das ist normal.

Was treiben bloß die muskelbepackten Menschen in diesem mit Matten ausgelegten "Kinderbereich" in der Halle? Die Antwort: Bouldern! In einem guten Boulderbereich haben (nichtkletternde) Kinder allerdings nichts verloren. Da man beim Bouldern schon einmal recht plötzlich herunterfallen kann, ist das auf-der-Matten-Rumhüpfen hier gefährlich. Auch als Erwachsener lohnt es sich, hin und wieder nach oben zu gucken, um nicht in die Flugbahn zu geraten.

 

Bouldern im Überhängenden
Foto: Sarah Burmester / klettern.de Wenn man im Überhängenden bouldert, kann ein Spotter nicht schaden: Der passt auf, dass die Füße beim Runterfallen zuerst auf den Boden kommen.

➜ Worum geht es beim Bouldern?

Ziel beim Bouldern ist es, möglichst schwierige Kletterzüge zu machen. Also, an Griffen zu klettern, die man gerade noch festhalten kann. Dazu gehören natürlich auch technische Schwierigkeiten oder akrobatische Bewegungen - der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. So findet man in einem Boulder "extremere" Bewegungen als in einer Route, da gibt es schon einmal weite Züge, Sprünge, oder eben unmöglich wirkende Bewegungen. Oft ist deutlich mehr Gesamtkörperarbeit als beim Routenklettern an der Tagesordnung. Natürlich kann man auch "leicht" bouldern - allerdings wird man davon dann auch nicht stärker. Und der Spaß beim Bouldern liegt eben meist in dem Herausfinden und Herausschieben der eigenen Möglichkeiten.

 

Bouldern in den Wupperwänden
Foto: Archiv Burmester Zum Bouldern braucht man im Verhältnis mehr Kraft als zum Routenklettern. Dafür bekommt man auch mehr davon.

➜ Wie funktioniert das?

Die Spielregeln beim Bouldern hängen stark von den Gegebenheiten der jeweiligen Halle ab. Oft gibt es farblich definierte Boulder, bei denen man mit den niedrigsten Griffen beginnt ("Startgriffe") und mit dem höchsten aufhört ("Topgriff"). In manchen Hallen allerdings gibt es keine festgelegten Boulder, sondern nur eine Riesenmenge Griffe in der Wand. Nun gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder man fragt jemanden nach einem schönen Boulder, oder man denkt sich selbst einen aus. Das Selbst-Ausdenken scheint anfangs schwierig, doch es gibt ein paar Kniffe, die den Einstieg erleichtern: 1. Haltet es kurz. Fünf Züge ergeben schon einen kompletten Boulder. 2. Sucht einen Griff, der euch anspricht und überlegt Euch, wie man dorthin und wieder davon weggelangen könnte. 3. Spielt! Ist der Boulder zu leicht, beschränkt euch z.B. nur auf gelbe Griffe für die Füße. Ist er zu schwer, nehmt einen weiteren Griff dazu. Wenn die Züge einzeln gehen, werdet ihr auch irgendwann (nach einigem Probieren) den Boulder klettern können.

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Inhaltsverzeichnis

18.12.2008
Autor: Kern / Burmester
© klettern