End of Silence und Monstermagnet: Huber-Klassiker am Feuerhoerndl

Vier Huber-Klassiker an der Heimatwand: Mit „Siddhartha “, „The end of silence“, „Monstermagnet “ und „Firewall“ haben Thomas und Alexander Huber Klettergeschichte am Feuerhorn geschrieben. Eine Story, die noch nicht beendet ist , denn immer wieder zieht es junge Kletterer zur Wand mit den „High-end“-Routen. Zuletzt haben sich Barbara Zangerl (End of Silence, Bild 1 bis 7) und Charly Fritzer (Monstermagnet, Bild 8 bis 16) reingehängt.

Fotostrecke: End of silence und Monstermagnet - Huber-Klassiker am Feuerhoerndl

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Es gibt die Legende, dass Thomas Huber eine Tür aufs Feuerhorn geschleppt hat. Eine Tür? In der Wand? „Ja, das stimmt“, bestätigt Thomas, aber es sei keine Wohnungstür gewesen, sondern eine von einem ausrangierten Schrank, um sich einen Pausenplatz in dem 350 Meter hohen Felspfeiler zu bauen. 1994 war das, als er tagelang mit Grigri und Steigklemmen seine Route „The End of Silence“ ausboulderte. „Es habe einfach keinen komfortablen Standplatz gegeben“, sagt er. Da habe er sich mit ein paar Fixseilen und der alten Tür ein „gemütliches Plateau“ in der steilen Wand errichtet. „So konnte ich Brotzeit machen, was trinken und runterschauen in die wunderbare, gähnende Leere unter mir“, erinnert er sich.

Das Feuerhorn im Berchtesgadener Land nahe der Reiter Alm: Hier haben die Huberbuam in der kompakten Nordwand mit vier schweren routen Klettergeschichte geschrieben: Mit „Siddhartha“ hatte alles angefangen. Mit 18 Jahren von Alexander Huber erstbegangen, war es 1987 die erste Freikletterroute in der Gegend. Alex taufte sein Werk nach dem Roman von Hermann Hesse: „Siddhartha ist nicht dem normalen Weg gefolgt und kam doch ans Ziel“, das habe ihm Mut gemacht, auch nicht den geraden Weg zu wählen – „Wäre ich den gegangen, wäre ich heute Physiker“, sagt der Kletterer. Schon damals folgten diese zwölf Seillängen dem Huber-Prinzip: „Wir wollten das sportlich haben, ohne zu viele fixe Sicherungen. Es ging darum, eine Route mit minimalen Aufwand von Hilfsmitteln zu klettern“, erklärt Alex. Das bedeutet: Haken wurden gespart. Selbstständig zu sichern, ist hier neben dem schweren Klettern eine Voraussetzung.

„The End of Silence“ ist auch heute noch eine der wichtigsten Routen für Thomas Huber: „Ich bin an der Route gereift, mit ihr erwachsen geworden“, sagt er. Schon seit seiner Kindheit habe er die große Idee gehabt, durch den grauschwarzen, überhängenden Pfeiler der Feuerhorn- Nordwand eine Route zu finden. Bereits in den 80er-Jahren hatte er damit angefangen – es war ein langes Projekt: „Ich bin immer wieder zurückgekehrt und der Rotpunkt hat ja auch ein paar Jährchen gedauert.“ Als es 1994 geschafft war, gehörte „The End of Silence“ neben „Silbergeier“ (Beat Kammerlander) und „Des Kaisers neue Kleider“ (Stefan Glowacz) zur sogenannten Trilogie, also zu den drei absoluten Toptouren der Alpen, die die Kletterszene ebenso wie ihre Erstbegeher stürmisch feierte und diskutierte.

Neben sportlicher Absicherung und schweren Klettereien im 8. und 9. Grad stellt „The End of Silence“ auch besondere Herausforderungen an die Ausdauer: Die Schlüsselstelle im 10. Grad erreicht der Kletterer erst nach neun Seillängen – kleine Untergriffe, Seitgriffe, winzige Leisten und feinste Tritte im überhängenden Fels erschweren kurz vor dem Ziel noch mal den Durchstieg.

Auch heute gehört die Tour immer noch zu den schwersten alpinen Freikletterrouten. „Monstermagnet“ und „Firewall“ waren im Jahr 2003 Trainingsgelände für die erste freie Begehung von „Zodiac“ im amerikanischen Yosemite Valley. Schon im Frühjahr hatten die Huber-Brüder sich an der Big Wall des „El Capitan“ versucht, waren wegen der hohen Temperaturen gescheitert. So zog es Alex und Thomas im Sommer an die kühlere Feuerhorn-Nordwand: „Da hatten wir ähnlich harte Routen wie im Yosemite quasi direkt vor der Haustür“, sagt Alexander. Sie vollendeten „Monstermagnet“, die Alex bereits zehn Jahre früher erstbegangen aber nie Rotpunkt geklettert hatte, und gleich auch „Firewall“. „Das war die beste Vorbereitung, das hat uns fit gemacht“, meint Alex. Gestählt vom Feuerhorn hakten die Hubers dann im Herbst 2003 auch das Big Wall-Projekt „Zodiac“ ab.

Die vier starken „High-End“-Routen an der Reiter Alm finden immer wieder neue Herausforderer: Etwa Barbara Zangerl, die im vergangenen Sommer als erste Frau „The End of Silence“ punktete und Charly Fritzer, der „Monstermagnet“ wiederholte. Und damit ist die Geschichte des Feuerhorn sicher längst nicht zu Ende.


Autor: adidas

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