Alpinklettern

Tipps fürs Alpinklettern von Beat Kammerlander: Abseilen

Wer einmal erlebt hat, wie es ist, wenn das Seil hängenbleibt, der weiß, dass gerade beim Abseilen Sorgfalt geboten ist. Für die, die es noch nicht erlebt haben, gibt Beat Kammerlander hier Tipps.
  • 60-Meter-Doppelseil verwenden. Auch wenn die meisten Abseilstellen nur 40 oder 50 Meter sind, hat man so noch Reserve. Und es schont die Psyche, wenn man nicht ständig bis zum Seilende abfahren muss.
  • Beim Abseilen einen Karabiner auf der Seite der Bremshand in die Beinschlaufe des Klettergurts hängen. Wenn die Seilreibung nach einer gewissen Abseilstrecke abnimmt, beide Seilstränge dort einhängen und mit der Bremshand darunter die Bremswirkung über den Einlaufwinkel in den Karabiner dosieren. So benötigt man deutlich weniger Kraft zum Bremsen.
  • Zum Abseilen immer das gleiche Sicherungsgerät wie zum Sichern verwenden. Generell nur Sicherungsgeräte benutzen, in die das Seil gerade hineinläuft, um ein Krangeln des Seils zu vermeiden.
  • Bei starkem Wind das Seil in Zehn-Meter-Schlaufen mittels Schleifknoten an verschiedenen Expressen am Gurt befestigen (gleiches Prinzip wie am Standplatz), um zu verhindern, dass es verweht wird und sich irgendwo verfängt.
  • In flachem Gelände, wo das Seil ständig an Büschen, Zacken oder Rissen hängen bleibt, besser den Ersten an beiden Seilsträngen passiv ablassen. Zuvor das Seil durch den Ring fädeln und zum Abseilen vorbereiten. Wenn man sich auf einem Band befindet, das Seil sauber auflegen, um Steinschlag zu vermeiden!

Fotostrecke: Impressionen aus den Dolomiten

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Dolomiten Foto: Südtirol Marketing / Tappeiner
Karersee in der Latemargruppe Foto: Südtirol Marketing / Helmuth Rier
Dolomiten Foto: Südtirol Marketing / Bernd Ritschel

Fotostrecke: Sicherheit beim Klettern - die häufigsten Fehler

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Fehler beim Sichern in der Kletterhalle Foto: Georg Sojer / DAV
Fehler beim Sichern in der Kletterhalle Foto: Georg Sojer / DAV
Fehler beim Sichern in der Kletterhalle Foto: Georg Sojer / DAV
22.09.2012
Autor: Beat Kammerlander
© klettern
Ausgabe 7+8/2012